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"Der weiße Rausch" - Jubiläumsabend anlässlich 100 Jahre Skiclub Bischofsgrün

Weltpremiere: 1. Indoor-Ski-Hopping - Skispringen im Saal
Ski Club Bischofsgrün 1909 e.V. feiert umjubelten Jubiläumsabend
„100 Jahre Ski-Club Bischofsgrün - wir wussten, dass es ein großes Jahresprogramm ist, wir wussten, wie hart es werden würde, aber wir wussten nicht, dass es so hart werden könnte“, sagte Vorsitzender Hans Häfner zur Begrüßung im ausverkauften Kurhaussaal. Unter den Gästen waren auch Vertreter der anderen Ochsenkopfgemeinden Fichtelberg, Mehlmeisel und
Warmensteinach, ebenso wie der in Personalunion auftretende Vizepräsident des Bayerischen Skiverbandes, Vorsitzende des Skiverbandes Oberfranken und Vorsitzende des WSV Warmensteinach, Rolf Feuchtenberger. Der Jubiläumsabend stand dabei ganz im Zeichen der Entspannung. Die Skicluberer wollten sich einfach zurücklehnen und nichts selber machen müssen, was gut gelang. Nach den Ehrungen der Gemeinde (gesonderter Bericht) ging es auch schon in die Vollen. Die Bischofsgrüner Musikanten hatten sich eigens für den zweitgrößten Verein im Ort ein eigenes Programm ausgedacht, mit vielen Skifahrerliedern aus der Neuzeit, aber eben auch Klassikern, wie „Der weiße Rausch“, denn so war der Abend schließlich auch überschrieben. 100 Jahre zogen musikalisch und humoristisch wie im Flug vorbei. Die erste Fränkische Skimeisterschaft 1927, die ersten Skifahrerzüge, die von Nürnberg kommend in Bischofsgrün ankamen, bis zum offensichtlich als Murenabgang geplanten Bauschaden an der großen Ochsenkopfschanze wurden alle herausragenden Momente der letzten einhundert Jahre beleuchtet. Auch Zeitzeugen traten auf! Heiner Braun berichtete über den Beginn des Skitourismus im Ochsenkopfort, als „Geisterstimme“ aus dem Jenseits. Aber auch lebende Personen, wie Richard Vater, der den Herrschaften im Fichtelgebirge bei weitem technisch überlegen war, hatten ihren Anteil an diesem gelungenen Abend. „Da brauchst net nunter auf Kitzbühl, des konnst bei uns a hom“, so die Bischofsgrüner Musikanten.
In der Spielpause wurden zahlreiche Ehrungen des Deutschen und des Bayerischen Skiverbandes
vorgenommen, bevor die Musikanten dann zum Höhenflug ansetzten.
Galopp, Dreher, Schieber und Kraftmusik im Allgemeinen versetzte das Publikum in einen Rausch. Wie es
der Kopf des Quintetts, Herbert Walter, sagte: „Auf dass der weiße Rausch wachse.“ Und mit der
Weltpremiere des ersten Indoor-Ski-Hoppings hatten Sie auch den letzten Skeptiker von sich überzeugt. Berndt Heidenreich zwängte sich in einen knallbunten Skianzug der 80iger Jahre und stürzte sich todesmutig die nachgebaute Ochsenkopfschanze hinab. Wie es sich für einen guten Skisprungsportler gehört natürlich mit V-Stil. Und nachdem man in Zeitlupe alles besser sehen kann, gaben die Bischofsgrüner Musikanten diese natürlich auch zum Besten. Der Höhepunkt des Abends war erreicht, die Luft im Kurhaussaal war aufgeheizt und das Publikum bedankte sich mit stehenden Ovationen. Und für manch einen endete der „weiße Rausch“ so, wie er begonnen hatte - mit der Tatsache, dass der Ski Club Bischofsgrün 1909 e.V. ein
wirklich hartes Programm in den vergangenen Monaten präsentiert und abgeliefert hat.
Text: SCB, Medien- und Event-Team
Fotos: R.Schilpp

Ehre wem Ehre gebührt –Skisportler des Ski-Club Bischofsgrün geehrt

Gemeinderat setzt neue Ehrenordnung in die Tat um
Passender hätte die Gelegenheit nicht sein können, sagte auch Bürgermeister Stephan Unglaub,
denn der Gemeinderat hatte im Sommer eine Ehrenordnung erlassen, die klar regelt, wer oder was
und wann in der Gemeinde ausgezeichnet werden soll. Und diese Ordnung wurde nun kürzlich mit
Leben erfüllt.
Auf Antrag aus dem Gemeinderat heraus wurde, in nichtöffentlicher Sitzung, beschlossen, dass Henrik
Ohlmeyer die Erste der neu geschaffenen Ehrennadeln erhalten soll. Er ist eine herausragende
Persönlichkeit auf dem sportlichen Sektor, welche Bischofsgrün bisher hervorgebracht hat. Bei der
Teilnahme an der Winterolympiade in Grenoble 1968 und bei vielen anderen internationalen Springen
hat er den Namen Bischofsgrün in alle Welt getragen und bekannt gemacht. Und auch bis heute ist
Ohlmeyer ein wichtiger Mitstreiter, wenn es um die Schanzenprojekte, den Schanzenbetrieb oder die
Außendarstellung des Skiclubs und des Ortes geht.
Klaus Lederer, Hans Häfner und Fritz Schwärzer sind ab sofort Inhaber der Bürgermedaille. Fritz
Schwärzer ist seit Mitte der 1960iger Jahre aktiv im Verein, als Übungs-, Sport- und Jugendwart.
Außerdem hatte er mehrere Jahre das Amt des ersten Vorsitzenden inne, auch war er 13 Jahre im
Gemeinderat tätig. Und bis heute ist Schwärzer im Skiclub engagiert, bei Wettkämpfen im
Organisations- und Durchführungskomitee.
Auch Hans Häfner ist mittlerweile über 35 Jahre im Ski Club Bischofsgrün äußerst aktiv und einer der
treibenden Kräfte. Als langjähriger und auch aktueller Vorsitzender hat er sich maßgeblich um den
Neubau der Ochsenkopfschanzen verdient gemacht. Des weiteren führt er seit Jahrzehnten die
verschiedensten Trainings innerhalb des Vereins durch, war zudem im Gemeinderat tätig und hier
sogar Zweiter Bürgermeister.
Dritter im Bunde der neuen Ehrenmedailleninhaber ist Klaus Lederer, welcher insgesamt 30 Jahre im
Gemeinderat und auch als Fraktionssprecher tätig war. Auch er ist bereits seit über 35 Jahren in der
ehrenamtlichen Tätigkeit beim Ski Club fest eingebunden. Von Beginn der 1970iger Jahre, bis heute
ist er in der Führungsebene des Vereins zu finden, egal ob als Vorsitzender oder wie heute, als
Geschäftsführer. Auch er ist maßgeblich für den Zusammenhalt des Vereins und den Neubau der
Bischofsgrüner Schanzen verantwortlich. Wie Hans Häfner sagte - für ihn ist Klaus Lederer der Ski
Club.
Die Anmerkung sei erlaubt, auch ohne die drei anderen Geehrten wäre der Ski-Club Bischofsgrün
nicht das, was er heute ist, nämlich einer der aktivsten und größten Vereine in Bischofsgrün.
Text: SCB, Medien- und Event-Team