Home | Kontakt | Sitemap |              

 

 

Suche

Ehrenabend der Gemeinde Bischofsgrün

 

Kulturpreis für den Fichtelgebirgsverein –

Bürgermedaille geht an Hans Bayer


Die Gemeinde Bischofsgrün hat einen weiteren Träger des Kulturpreises und einen Inhaber der Bürgermedaille. Im Rahmen des diesjährigen Ehrenabends im Kurhaussaal ging der Kulturpreis der Gemeinde Bischofsgrün an den Fichtelgebirgsverein. Der VdK-Ortsvorsitzende und frühere zweite Bürgermeister und Gemeinderat Hans Bayer erhielt die Bürgermedaille.


Wir wollen heute wieder Menschen aus unserer Mitte würdigen und auszeichnen, Mitbürgerinnen und Mitbürger, Senioren aber auch junge Menschen, die sich ehrenamtlich engagieren, die sich für andere einsetzen, die zum Gemeinwohl beitragen und ihre Heimatort fördern oder auch positiv nach außen tragen“, ging Bürgermeister Stephan Unglaub in seiner Begrüßung auf die Bedeutung des Abends ein.


Vielfältige Kulturarbeit


Als insgesamt dritter Verein - nach den Bischofsgrüner Musikanten und dem Männergesangverein - wurde dabei der Fichtelgebirgsverein mit dem Kulturpreis der Gemeinde ausgezeichnet. Die Vorbereitung der Laudatio sei schwer gewesen, weil er „aufpassen musste nichts zu vergessen“, gestand Bürgermeister Stephan Unglaub freimütig. „Wo also anfangen? Bei der Gründung 1897, denn schon damals war das Thema Heimat und Kultur präsent“, fragte er in den Raum. Zwar hatten Namen wie Ludwig Heidenreich, Christoph Schaller, Georg Reichel oder Fritz Heidenreich zuvor Hervorragendes geleistet. Er wolle sich trotzdem auf die Zeit seit den 80er Jahren des letzten Jahrhunderts beschränken. „Der Verein unterhält seit 1980 ein Vereinsarchiv, das von Horst Hedler betreut wird.“ Mehr als 700 Bestandseinheiten seien zusammengefasst. „Beiträge unserer Fachleute für den Siebenstern zum Komplex Heimatgeschichte wurden und werden gerne abgedruckt. „Ein weiteres kulturelles Augenmerk legt unser Fichtelgebirgsverein auf die Herausgabe des Ochsenkopf-Blick, die Vereinszeitschrift seit 1981.“ „In jeder Ausgabe ist ein größerer Beitrag zur Kultur- und Heimatgeschichte abgedruckt“, begann der Bürgermeister die kulturelle Bedeutung aufzulisten. Kulturwart Jörg Hüttner habe das viel beachtete Buch „Der Fichtelgebirgsgranit - Werkstoff einer Region“ verfasst und mit dem Verein herausgebracht. Insgesamt weitere insgesamt 11 Veröffentlichungen in Buchform wurden durch den Verein aufgelegt.


Bis 1988 existierte eine Volkstanzgruppe, die ebenso wie die Theatergruppe einen nicht unwesentlichen kulturellen Beitrag über viele Jahre für die Gemeinde leistete. „Adventsfeiern, gestaltet durch die Bischofsgrüner Musikanten, und weitere Mitwirkende, die stets einen Heimatbezug herstellen, gehören zum kulturellen Programm Programm der Ortsgruppe unverzichtbar dazu.“ Ein weiteres Highlight der kulturellen Arbeit sei sicher auch das Mystical „Die Nacht der Eulen“ im Benkerstadel gewesen. Der Bürgermeister erinnerte aber auch an Naturlehrpfad, an den Walderlebnispfad, den Historischen Ortsrundgang und Maßnahmen am Wetzstein oder aktuell an der Wolfsgrube. Diese tragen dazu bei, „die Kultur- und Heimatgeschichte unserer Gemeinde erlebbar zu machen.“ „All diese genannten Bereiche der Kulturarbeit machen deutlich, wie verdient die Verleihung des Kulturpreises an unsere Ortsgruppe des Fichtelgebirgsverein ist“, so Unglaub.


Der Ortsvorsitzende Rainer Schreier drückte nachfolgend in seiner Dankesrede die Freude des Vereins über die Auszeichnung aus und versprach den Dank an die weiterzugeben, die die Bereiche koordinieren. Aus dem von Jörg Hüttner koordinierten Arbeitskreis Chronik gab er dabei gleich einmal bekannt, dass das nächste Buch bereits in Vorbereitung sei. Das zweite kulturelle Standbein betreue Herbert Walter. „Jeder, der noch nie dabei war, ist selbst Schuld“, so Schreier noch einmal auf den Adventsabend bezogen.


Aber auch der Hauptvorsitzende Heinrich Henniger und der Kulturwart des Hauptvereins Adrian Roßner waren in Bischofsgrün zu Gast. Henniger gab den herzlichsten Dank des Hauptvereins weiter. Der Kulturwart Adrian holte weiter aus und hob heraus, dass die fränkische Kultur „ein vielgliedriges Konstrukt“ sei. Über Generationen hinweg bildete sie sich als Konsens heraus und schaffe damit ein Gefühl von Verbundenheit. Roßner bezeichnete die Kultur als festigendes Wurzelwerk einer großen Gemeinschaft. „Nur durch aktives Pflegen der Kultur wird es uns gelingen, sie an die nachfolgenden Generationen weiterzugeben“. „Danke an alle, die Sie eben dieses Feuer am Brennen halten, danke an all jene, die abseits der großen Institutionen die Liebe zur Heimat pflegen und danke an die, die ehrenamtlich zur kulturellen Vielfalt unserer Region beitragen.“



Neuer Träger der Bürgermedaille: Hans Bayer


Mit Hans Bayer gibt es auch einen neuen Träger der Bürgermedaille der Gemeinde Bischofsgrün- „Man nenne ihm einen Volksliedtitel, er kann alle Strophen auswendig“, so Bürgermeister Stephan Unglaub scherzhaft zum Einstieg. Hans Bayer war 24 Jahre Gemeinderat, während der Zeit elf Jahre dritter und fünf Jahre 2. Bürgermeister, erinnerte der Bürgermeister. Hans Bayers Wirken in verschiedenen Vereinen sei ein weiterer wichtiger Grund, ihn zu ehren. Seit 60 Jahren singt er aktiv im Kirchenchor und seit der Wiederbelebung 1996 im Gesangverein. Bayer war aber auch über viele Jahrzehnte aktiver Feuerwehrmann und ist seit 1987 aktives Vorstandsmitglied bei der CSU. „Seit 1998 hat Du selbst noch mit 60 Jahren unseren örtlichen VdK-Ortsverband als Vorstand übernommen“, so der Bürgermeister Meister. Hinzu komme noch, dass Bayer zudem beim FGV und Ski-Club jeweils seit mehr als 60 Jahren Mitglied sei.



Eine junge sportliche Dame: Alica Reißenberger


Nach längerer Pause war auch einmal wieder eine junge Dame aus dem sportlichen Bereich unter den Geehrten: die erfolgreiche Biathlon-Athletin Alicia Reißenberger, die seit 2013 dem BSV-Kader zugehörig ist. Sie war 2014 Deutsche Meisterin im Sprint des Sommerbiathlons., belegte den 2. Platz der DM im Massenstart und errang auch vier Podestplätze bei der Coppa Italia. Neben einer Dankurkunde der Gemeinde gab es als persönliches Geschenk des Bürgermeisters noch das Buch der Winterolympiade in Sotchi für Alicia.



Baufachmann und Bischofsgrüner Musikant: Fritz Baumgärtel


Seit 2002 ist Fritz Baumgärtel nun schon Gemeinderat und sein Name dabei dabei insbesondere mit den Themen Schanzen-Sanierung und Bau aber auch Kultur verbunden. Hat er sich doch auch als Buchautor und Bischofsgrüner Musikant hervor getan. „Aus Deiner Feder stammen auch Abhandlungen, Geschichten und auch Texte für unsere Kulturpreisträger, die Bischofsgrüner Musikanten“, so der Bürgermeister weiter. Insbesondere machte er sich jedoch um die Schadensregulierung an der K64, das Bewerbungsverfahren um das BLSV-Camp und den Bau der Jugendschanze K30 verdient.



Lange Jahre an der Skatclub-Spitze: Manfred Bontsch


15 Jahre lang übernahm Manfred Bontsch Verantwortung im Skat-Club, zunächst als Kassier und seit 2005 bis zum vorigen Jahr als Vorsitzender. Bontsch wirkte aber auch bei den Bischofsgrüner Böllerschützen mit und unterstützt immer wieder gerne die Arbeit der Vereine in der Gemeinde oder Projekte der Gemeinde finanziell.



Bergwachtler und Feuerwehrmann: Karl Heinz Glaser


Seit 1970 ist Karl Heinz Glaser aktiver Bergwachtler und aktiver Feuerwehrmann. Als die Bereitschaft am 7.11.1975 ihr erstes Einsatzfahrzeug bekam, wurde er zum Fahrzeugwart ernannt. Mit der Schnellen Einsatz Gruppe rückte er nach deren Start 1981 über 20 Jahre aus. Seit 2013 ist Karl Heinz Glaser Hüttenwart der Einsatzwache in der Ochsenkopfwache. „die ohne seine tatkräftige Mithilfe in den Jahren zuvor noch lange nicht fertiggestellt wäre“, so Bürgermeister Stephan Unglaub. Glaser war aber auch von 1978 bis 1989 stellvertretender Kommandant der Feuerwehr.



Fit in der Fahrzeugwartung: Werner Glaser


Seit 1974 Aktiver bei der Feuerwehr und seit 1976 Aktiver bei der Bergwacht ist hingegen Werner Glaser. Glaser sei insbesondere im Bereich der Technik und Fahrzeugwartung nicht mehr aus der Bergwacht Bischofsgrün wegzudenken. Offiziell ist er seit 2005 Fahrzeugwart. Bei der Feuerwehr war er unter anderem von 1995 bis 1999 erster Kommandant.



Organisatorin des Ferienprogramms: Katja Greiner


Seit weit mehr als 10 Jahren ist Katja Greiner aktive Mitgestalterin und Mitorganisatorin „eines der besten Ferienprogramme der Region.“ „Von Absprachen, über die Utensilienbeschaffung, Nachtelefonieren, Transportorganisation bis zur verantwortungsvollen Aufgabe der Betreuung der teilnehmenden Kinder hat sie ein breites Spektrum abgedeckt.“ Sie war aber auch sehr engagiert in der Kinder- und Jugendarbeit der Vereine.



Herz und Seele des Tennis-Clubs: Helmut Grießhammer


Aber auch der Vereinsspielleiter des Tennisclubs Helmut Grießhammer wurde mit einer Ehrennadel in Bronze geehrt. Seit 12 Jahren übt er das Amt nun aus, war aber auch sechs Jahre lang Jugendleiter im Verein. Seit der Gründung des Vereins ist er aktiver Spieler, kümmert sich aber auch um das Instandsetzen der Plätze im Frühjahr. Grießhammer halte den TCB mit zusammen und sei „das Herz und die Seele des Tennisclubs“.



Naturschutzwart und Loipenbeauftragter: Werner Schmidt


Seit 19 Jahren nimmt Werner Schmidt im Fichtelgebirgsverein die Aufgabe des Naturschutzwartes sehr verlässlich wahr. „Das Entstehen des Walderlebnispfades geht auf seine Initiative zurück.“ Auch habe er bei Erweiterungen und der Generalsanierung jeweils die Projektleitung übernommen. Für die Gemeinde fungiert er zudem seit Jahren als Loipenbeauftragter und auch das Angebot von Winterwanderwegen und Loipen trägt seine Handschrift.



Skispringer und Förderer des Nachwuchses: Bernd Zapf


Ende der 1960er bis in die 1970er Jahre ein sehr erfolgreicher Skispringer, während der Zeit unter anderem sechs Jahre Mitglied der Deutschen Nationalmannschaft bei den Spezialspringern und bei vielen Internationalen Veranstaltungen dabei, war Bernd Zapf. Danach lag ihm besonders die Förderung junger Skisportler am Herzen. Er stellte sich als Übungsleiter und Sportwart zur Verfügung, stand aber auch als freiwilliger Helfer stets an vorderster Front. Aktuell kümmert sich Zapf um den Aufbau einer jungen Springergeneration in Bischofsgrün.


Alle Geehrten durften sich nach der Ehrung in Goldene Buch der Gemeinde eintragen. Bürgermeister Stephan Unglaub vergaß aber auch nicht zu erwähnen, dass der Ehrenabend der Gemeinde durch viele ehrenamtliche Helfer vorbereitet wurde. Die musikalische Ausgestaltung hatte Eric Röder übernommen. Harald Judas


Text + Fotos: Harald Judas



© 1997-2018 www.bischofsgruen.de | Impressum & Datenschutz | Kontakt | Seite drucken