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FIS-Continentalcup Skisprung Damen 14./15.08.2010 Ochsenkopf-Schanzenarena Bischofsgrün

Mit Einzelsieg durch Jenna Mohr erfolgreicher Start des DSV-Teams in die WM-Saison 2010/11 in Bischofsgrün – starkes US-Team und Japanerinnen

Topleistungen der weltbesten Skispringerinnen trotz wechselnder Windbedingungen und abschreckendem Sommergewitter für die erwarteten Zuschauer am Sonntag.

Jenna Mohr (SC Willingen / Bundespolizei) holte sich zum Beginn der diesjährigen Continentalcupserie ihren zweiten Tagessieg in Bischofsgrün. Bereits 2007 siegte sie beim ersten Wettbewerb dieser Serie im Fichtelgebirge.

Wenige Tage vor den ersten Sprüngen war ihre Teilnahme zunächst noch ungewiss, hatte sie sich doch beim Schnellkrafttraining am Unterarm verletzt, was sich dann jedoch „nur“ als Haarriss herausstellte. Mit verbundenem Handgelenk ging sie unbeeindruckt in den ersten Wettbewerb und erreichte dabei im ersten Durchgang die Tagesbestweite von 67 Metern, dicht gefolgt von der Amerikanerin Abby Hughes (67m) und Ulrike Gräßler (VSC Klingenthal / 66,5m). Die 23 jährige Gräßler gewann im Vorjahr beide Wettbewerbe in Bischofsgrün und hatte diesmal auf alle möglichen Trainingssprünge verzichtet. Stattdessen lernte sie in den Bischofsgrüner Tagen intensiv für ihre Prüfungen zur Polizeimeisterin bei der Bundespolizei in den nächsten Tagen. Die zunächst drittplatzierte routinierte Vizeweltmeisterin aus dem Vogtland war im zweiten Durchgang nicht die einzige DSV-Athletin, die mit den Juryentscheidungen mehr als unzufrieden war. Die Startfreigabe bei ungünstigen Windbedingungen liesen sie bereits bei 59,5 Metern landen und auf Rang 21 zurückfallen. Somit war der Weg frei für die Polizeikollegin Jenna Mohr, die mit 66,5 erneut über den Kritischen Punkt (65m) flog und sich den ersten Saisonsieg holte. Die gleichen Weiten erreichten die beiden US-Girls Abby Hughes und Sarah Hendrickson und belegten damit die weiteren Podestplätze.

Am Sonntag kam es zum ungünstigen Zeitpunkt, gerade zu der Zeit zu der sich so mancher Fan für den Besuch des Skispringens entschieden hatte zu einem heftigen Sommergewitter, so dass der Probedurchgang um eine halbe Stunde verschoben werden musste und viele Zuschauer dann lieber zuhause blieben.

Die Damen ließen sich dadurch und durch Verletzungen nicht aus dem Konzept bringen, dies zeigte auch die Siegerin des zweiten Wettbewerbes am Sonntag. Sarah Hendrickson (USA) zeigte sich auch an diesem zweiten Wettkampftag völlig unbeeindruckt von einer eigenen sich zugezogenen Fingerquetschung vom Training. Die Skispringerin aus dem Skisprungolympiaort Park City erhielt bereits im ersten Durchgang (65,5m) hervorragende Haltungsnoten und setzte sich an die Spitze, gefolgt von Anna Häfele (SC Willingen / Bundespolizei / 66 m) und Sara Takanashi (65 m) aus Japan.

Sarah Hendrickson sprang auch im zweiten Durchgang mit 65m einen halben Meter kürzer als ihre deutsche Rivalin Anna Häfele (65,5m), konnte sich jedoch aufgrund erneut sehr guter Haltungsnoten durchsetzen und sich den Tagessieg sichern. Sara Takanashi bekam in ihrem zweiten Sprung (65,5m) ebenfalls sehr gute Haltungsnoten und schob sich so als zweite mit 0.1 Punkten Vorsprung noch knapp vor Anna Häfele, die dritte wurde.

Die deutsche Topfavoritin Ulrike Gräßler haderte erneut mit den für sie ungünstigen Bedingungen und erreichte das Finale diesmal nicht. „Das ist nicht so schlimm, denn die beruflichen Prüfungen gehen vor, jetzt muss ich auch nicht zur Siegerehrung und habe mehr Zeit zum lernen. Wenn es dann im Continentalcup im September nach Lillehammer (NOR), Oslo (NOR) und Falun (SWE) geht, dann greif ich wieder an.

Am nächsten Wochenende steht dann aber schon der nächste Continentalcup in Oberwiesenthal an, da möchte ich natürlich schon wieder besser abschneiden.“ so die selbstbewusste Sächsin.

Dieses zweite FIS-COCS-L-Wochenende bildet zusammen mit einem FIS-Skispringen in der Wochenmitte in Schwarzenberg/Pöhla und den beiden folgenden Wettbewerben die Deutsche Sommertournee Skisprung Damen, deren Wertung nach zwei Wettbewerben nun Sarah Hendrickson (USA/470,0 Punkte) anführt, vor Sara Takanashi (JPN / 466,5), Anna Häfele (GER / 466,1), Abby Hughes (USA / 463,3) und Yuuki Ito (JPN / 458,2).

Ergebnisse zu beiden Skispringen in Bischofsgrün finden sie unter www.ewoxx.com und Berichte unter anderem in Bayreuth TV, TV Oberfranken und der BR-Abendschau. Hier wird ebenfalls noch am Montag und Dienstag über das Skispringen der weltbesten Frauen aus 12 Nationen in Bischofsgrün berichtet. Alle drei Medien wollen die Berichte dann auch noch im Internet in ihre Mediatheken stellen.

 

SCB-Medienteam - D-95493 Bischofsgrün / Fichtelgebirge – www.skiclub-bischofsgruen.de

 

Ochsenkopf - Schanzenarena Bischofsgrün

Touristische Attraktion und Tradition Skispringen

Seit dem 17. Mai 2009 ist nun auch die kleine Ochsenkopfschanze als 2. Skisprungschanze der Arena in Betrieb. Mit dem Bau und der Fertigstellung der 3. Schanze ist dann die Schanzenerena am Ochsenkopf komplett.

Seit über 100 Jahren werden in Bischofsgrün die Nordischen Sportarten durch den örtlichen Ski-Club (gegründet 1909) angeboten und professionell betrieben. Ein Hauptaugenmerk im sportlichen Angebot wurde auf den Skisprungsport gelegt. Erste Schanzen entstanden in den 20er und 30er Jahren des vorigen Jahrhunderts. Höhepunkt der Vereinsarbeit war bislang der Bau der ersten Mattenschanze im Jahre 1957, damals die erste der sog. westlichen Welt.

National und international erfolgreiche Sportler (z.B. der Olympiateilnehmer Henrik Ohlmeyer) halfen mit, dem Verein auch großes Ansehen im In- und Ausland zu verleihen.
Bischofsgrün war, und soll es auch nun wieder werden - der Trainings- und Wettkampfort auch für Mannschaften aus dem Ausland.
Die ersten Umbau- und Modernisierungsarbeiten fanden 1975 statt. Das Konzept Ganzjahres-Sprungschanzen hat sich bis heute bewährt.
Mit der offiziellen Inbetriebnahme der auf aktuellen FIS-Standard modernisierten Großen Ochsenkopfschanze im August 2007 im Rahmen des FIS Ladies Sommer-Grand-Prix wurde ein regionaler Meilenstein für die Zukunft unserer traditionsreichen Sportregion gesetzt.
Die Nachwuchsarbeit des Leistungszentrums Fichtelgebirge im Spezialspringen und der Nordischen Kombination trägt gute Früchte, so dass man dem gemeinsamen regionalen Ziel, die Anerkennung zum „Bundesstützpunkt Nachwuchs“ zu erhalten, einen wichtigen Schritt näher gekommen ist.

Die Trainingszeiten werden, soweit bekannt, rechtzeitig veröffentlicht.

Schau`n Sie doch einmal in unserer Schanzenarena vorbei! Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

 

die weltbesten Skispringerinnen zu Gast

Die FIS-Ladies Sommer Grand Prix's locken seit 2007 immer einige tausend Zuschauer nach Bischofsgrün - die weltbesten Skispringerinnen aus über 14 Nationen sind dann auf der großen Ochsenkopfschanze (HS 71 m) zu Gast und sorgen für Spannung pur. Ab sofort finden wieder regelmäßig Skisprung-events auf der traditionsreichen Anlage statt.