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Torballturnier

Aller guten Dinge sind Drei!
Maulwürfe untergraben Torballturnier...

Am 28.03. war es wieder soweit. Waltraut und Horst Zinnert sowie der Ort Bischofsgrün
hatten zum dritten Mal zu einem Torballturnier eingeladen. Diesmal nahmen 15 Spieler -
blind, sehbehindert und sehend aufgeteilt in fünf Mannschaften teil. Hierbei wurden die
Spieler so gemischt, dass die regelmäßig aktiven Spieler mit den anderen zusammenspielten
und so keine Mannschaft wirklich einen Vorteil hatte.
In diesem Spiel geht es darum, einen Ball, der mit Klingeln gefüllt ist, auf einem Spielfeld
von 16 x 7 m unter drei Leinen hindurch ins gegnerische Tor zu werfen. Alle Spieler tragen
hierbei eine Dunkelbrille, um Chancengleichheit herzustellen.
Nach den Begrüßungsworten des Bürgermeisters, Stefan Unglaub, und einem
Aufwärmprogramm sowie der Erklärung der Spielregeln ging es los. Schnell entwickelte sich
wieder ein spannendes Turnier, in dem vor allem eine Mannschaft die Nase vorne haben
sollte, mit der man nicht rechnen konnte.
Das erste Spiel bestritten die Luchse gegen die Adler. Die Adler behielten am Ende klar die
Oberhand und gewannen souverän mit 7 : 2. Hier zeigte sich schon gleich am Beginn des
Turniers, dass alle Spielerinnen und Spieler im Lauf des Tages immer konzentrierter zu
Werke gingen und auch bei den sehenden Mannschaftsmitgliedern das Gehör immer subtiler
wahrnahm, wo sich der - mit Klingeln gefüllte - Ball befand. Im zweiten Spiel blieb die Partie
sehr ausgeglichen. Am Ende konnten sich die Blindschleichen gegen die Maulwürfe mit
einem 4 : 3 durchsetzen. Das nächste Spiel bestritten die neu hinzugekommene Mannschaft
der Weißbauchigel gegen die Adler. Hatten die Adler noch im vorhergehenden Spiel klar
dominiert, so war es am Ende ein 2 : 1 Sieg, der ihnen geradeso reichte. Es folgte dann ein
sehr einseitiges Spiel, in dem die Luchse ihre beste Tagesleistung abrufen konnten und mit
einem deutlichen 8 : 2 zu keiner Sekunde des Spiels - ein Spiel dauert zwei Mal 5 Minuten -
in Gefahr kamen. Danach gelang den Weißbauchigeln ein nie gefährdetes 4 : 1 gegen die
Blindschleichen. Hatten die Adler beide Spiele zuvor gewonnen, so mussten sie nun
feststellen, dass die Maulwürfe an diesem Tag einfach die besseren sein würden, und so
verloren sie dann auch mit 2 : 4. Jetzt kam es zum ersten Mal an diesem Tag zu der
Begegnung der Weißbauchigel gegen die Luchse. Am Ende konnten sich die Stracheligen mit
schönen Sprungbällen und einer sehr guten Abwehr mit 5 : 3 durchsetzen. Im folgenden Spiel
wurden die Blindschleichen vorgeführt. Nur der Schlusspfiff konnte verhindern, dass man
nicht mit der Höchststrafe von 10 Toren Unterschied und einem vorzeitigem Ende mit 2 : 11
gegen die Adler verlor. Anschließend kam es zur einzigen Zu-0-Begegnung. Die
Weißbauchigel waren zu keiner Zeit in Schwierigkeiten und gewannen sehr klar mit 5 : 0 und
Untermauerten den zweiten Platz in der Vorrunde. Das letzte Duell vor dem Halbfinale
bestritten die Luchse gegen die Blindschleichen. Nochmals konnten sich die Luchse
zusammenreißen und den dritten Platz und damit den Einzug ins Halbfinale mit einem nie
gefährdetem 7 : 3 sichern. Gerade noch so ins Halbfinale kamen die Maulwürfe, die
gegenüber den Blindschleichen das bessere Torverhältnis hatten.
Das erste Halbfinale bestritten die Maulwürfe gegen die Adler. Und jetzt bekamen die Adler
das flattern. In der Vorrunde noch klarer Vorrundensieger hatten sie den Maulwürfen nicht
wirklich viel entgegenzusetzen und mussten sich am Ende mit 3 : 5 geschlagen geben.
Anschließende sollten die Luchse die Oberhand im Spiel gegen die Weißbauchigel behalten.
Am Ende mussten sie sich in einem spannenden Spiel den Luchsen mit 5 : 7 in das Spiel um
Platz drei verabschieden.
Im kleinen Finale trafen die Adler und die neu hinzugekommene Mannschaft der
Weißbauchigel erneut aufeinander. Dieses Spiel konnten am Ende die Adler klar für sich
entscheiden, auch wenn die Stacheligen am Ende auf ein 3 : 5 verkürzen konnten.
Im Finale trafen die Luchse wieder auf die Maulwürfe. Die erste Halbzeit blieb sehr
spannend. So konnten die Luchse immer wieder in Führung gehen, es gelang aber nicht, sich
entscheidend abzusetzen. In der zweiten Halbzeit nahm die Konzentration bei den Luchsen
immer mehr ab. Die Maulwürfe hingegen steigerten ihre Leistung in der zweiten Halbzeit und
zeigten durch eine sehr gute Abwehr und schöne Bälle, wer die Dame oder der Herr auf dem
Platz war. Am Ende war es ein 6 : 3, dass den Maulwürfen den Sieg und die spätere
Goldmedaille bescheren sollte. Noch in der Vorrunde auf dem vierten Platz und am Ende als
Sieger. Eine sehr schöne Leistung, die zeigte, dass nicht immer nur die arrivierten Spieler
gewinnen können. Hier passt der Spruch: Man kann schon über so manchen Maulwurfhügel
stolpern!
Nach dem Turnier traf man sich abends noch zum gemütlichen Zusammensein im Gasthaus
Siebenstern, wo Herr Unglaub auch die Medaillen an die Spieler überreichte. In seiner kleinen
Rede versprach er, den Termin eine Woche vor Ostern in Zukunft für dieses Turnier in der
örtlichen Sporthalle zu reservieren, worüber sich alle Teilnehmer und Helfer freuten.
In diesem Zusammenhang kann man nur allen Helfern danken, ohne die so ein schönes
Turnier nicht möglich gewesen wäre. Besonders erwähnenswert sind auch die vielen
Zuschauer, woher sie auch immer kamen, die dem Turnierverlauf folgten und auch fleißig
Fragen an die Spieler stellten.
Zum Schluss sei noch die WM erwähnt, die vom 25.06. bis 28.06 in der Schweiz stattfindet.
Die deutsche Nationalmannschaft ist der Titelverteidiger. Ob es gelingt...?, können Sie im
Internet unter:
www.torballwm2015.ch
verfolgen.
Text: Rainer Jost (Spieler der Luchse und Spieler bei der zweiten Mannschaft TG
Unterliederbach)
Fotos: W. Bauer



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